Das Hostelleben hat mich wieder. Nach
der Abreise von Roxburgh ging es durch Central Otago zum Lindis Pass
– allerdings nicht ohne vorher in Poolburn zu stoppen. Poolburn
sagt keinem was, aber es ist eines der wunderschönen Sets aus den
Herr der Ringe Filmen. In der Region wurden die Szenen für Rohan
gedreht und an dem See gab es das kleine Dorf, dass in Die zwei Türme
von Sarumans Anhängern zerstört wurde.
Es folgten einige weitere kältere und
wärmere Nächte im Auto auf dem Weg nach Dunedin und dann runter in
die Catlins. Aber dafür gab es auch (fast) immer einen wunderschönen
Campingplatz. Direkt am Strand zum Beispiel, oder in der Mitte von
Nirgendwo. In den Catlins gab es dann viele Strände, viel Meer,
wunderschönes Wetter, Seelöwen und Robben und auch einige
Wasserfälle.
Von den Catlins ging es dann die
Westküste hoch, ins Fjordland. Nach einem sehr trockenen Sommer hat
es dort dann mit unserem Ankommen angefangen zu regnen. Natürlich.
Trotzdem gab es noch einige schöne Stunden und Tagesabschnitte an
denen man die Sounds genießen konnte. Zunächst nur von der Straße
aus die zum Milford Sound hinaufführt. An einem der schönen
Morgende habe ich dann den Track zum Marian Lake gemacht und dabei
meine Kamera fallen lassen – natürlich, ich hatte ja nur für den
nächsten Tag eine Übernachtungstour durch den Doubtful Sound
gebucht, da braucht man ja keine Kamera. Sie funktioniert noch, aber
nicht mehr ordentlich, also werde ich mir in Queenstown eine Neue
holen.
Mit der Schifffahrt endete dann auch
meine Zeit mit meiner Reisebegleitung und die Zeit im Auto. Ein wenig
werde ich es schon vermissen, war schon schön komplett ohne
Elektrizität und laufend Wasser auszukommen.
Meine Schifffahrt war netterweise
absolut verregnet. Mit dem Bus bin ich von Te Anau nach Manapouri,
dort auf ein Boot, das uns über den Lake Manapouri (einfallsreiche
Namen haben sie hier) gebracht hat. Dann ging es wieder in einen Bus,
um über den Pass zu kommen. Als letztes Ziel kamen wir dann am Hafen
an und konnten auf das Boot. Eigentlich fasst es 70 Personen, aber da
Nebensaison ist war nur etwas über die Hälfte der Betten belegt.
Dank einer kurzen Regenpause konnten wir dann im Sound/Fjord kayaken
und am Ufer entlang paddeln. Danach ging es raus zum Fjordeingang,
also zum offenen Meer. Dort schaukele es dann auch ein wenig mehr,
aber leider haben wir weder Robben noch Delfine gesehen. Ein paar
Blue Penguins waren da, aber die sind schnell wieder abgetaucht. Für
die Nacht ging es dann in einen geschützten Arm des Fjords,
anscheinend hat es die Nacht über jedoch trotzdem so gestürmt, dass
einige Gäste nicht gut schlafen konnten. Ich persönlich habe nichts
davon mitbekommen. Am nächsten Morgen sind wir dann in einen anderen
Arm noch gefahren, wo man eigentlich den "Sound of Silence"
erfahren sollte. Also einfach die Stille genießen. Dank des Regens
konnte man aber nur vereinzelt ein paar Vögel hören und auch die
Wasserfälle waren ganz schön laut. Über Nacht hatte es auf den
Bergen geschneit, was den Kuppeln eine schöne Puderschicht verpasst
hat.
Und auch, wenn es eigentlich unwichtig
sein sollte: Das Essen war genial. Nachmittags gab es Muffin, dann
eine Suppe, dann das Abendessen mit Salaten, verschiedenes Gemüse,
Kartoffeln, Kumara, Reis, Hühnchen, vegetarische Leckerbissen,
geräucherter Lachs, Muscheln, Rinder- und Lammbraten, massenhaft an
Nachtisch und ein wundervolles Frühstück warm und kalt. Das freut
das Backpackerherz...
Nun sitze ich in Te Anau und werde
morgen meinen Weg nach Queenstown und Umgebung machen. Danach geht es
dann irgendwann an der Westküste weiter hoch zu den Gletschern. Aber
alles zu seiner Zeit...
Poolburn
Der Campingground vom Lindis Pass
Die Clay Cliffs bei Omarama
Strand in den Catlins
Nugget Point
Der Blick vom Campingground aus am Morgen
Seelöwenkampf. Sehr amüsant, weil sie für eine Minute sich anmachen und dann fünf Minuten ruhig nebeneinander liegen...
Am tiefsten See in Neuseeland (am Anfang des Fjordlands) ... Irgendwas mit Ho.. war der Name.
Der Blick in den Middle Sound
Mirror Lakes
Homer Tunnel zum Milford Sound hoch.
Auf meinem Trip hoch zum Marian Lake. Dafür, dass ich die Fotos "lind" gemacht habe, sind sie einigermaßen geworden...
Die Kabine auf dem Boot
Tasman Sea
Es war kalt...
Schoen war's!!! Ich hoffe deine weitere Reise wird ebenso traumhaft. War eine nette Schifffahrt!
AntwortenLöschenMeine Arbeit in Te Anau ist nun auch vorbei und ich bin auf dem Heimweg nach Wellington.
Give me a yell if you ar close by - there is always a bed to crash :)
Jaana
Das war es. Wäre auch noch gerne länger an Bord gebleiben...
LöschenIch werde mich ganz bestimmt bei dir melden, wenn ich wieder auf dem Weg "nach oben" bin :) Thanks a lot :)