Dienstag, 1. Mai 2012

Winter is coming


Das Hostelleben hat mich wieder. Nach der Abreise von Roxburgh ging es durch Central Otago zum Lindis Pass – allerdings nicht ohne vorher in Poolburn zu stoppen. Poolburn sagt keinem was, aber es ist eines der wunderschönen Sets aus den Herr der Ringe Filmen. In der Region wurden die Szenen für Rohan gedreht und an dem See gab es das kleine Dorf, dass in Die zwei Türme von Sarumans Anhängern zerstört wurde.

Es folgten einige weitere kältere und wärmere Nächte im Auto auf dem Weg nach Dunedin und dann runter in die Catlins. Aber dafür gab es auch (fast) immer einen wunderschönen Campingplatz. Direkt am Strand zum Beispiel, oder in der Mitte von Nirgendwo. In den Catlins gab es dann viele Strände, viel Meer, wunderschönes Wetter, Seelöwen und Robben und auch einige Wasserfälle.

Von den Catlins ging es dann die Westküste hoch, ins Fjordland. Nach einem sehr trockenen Sommer hat es dort dann mit unserem Ankommen angefangen zu regnen. Natürlich. Trotzdem gab es noch einige schöne Stunden und Tagesabschnitte an denen man die Sounds genießen konnte. Zunächst nur von der Straße aus die zum Milford Sound hinaufführt. An einem der schönen Morgende habe ich dann den Track zum Marian Lake gemacht und dabei meine Kamera fallen lassen – natürlich, ich hatte ja nur für den nächsten Tag eine Übernachtungstour durch den Doubtful Sound gebucht, da braucht man ja keine Kamera. Sie funktioniert noch, aber nicht mehr ordentlich, also werde ich mir in Queenstown eine Neue holen.
Mit der Schifffahrt endete dann auch meine Zeit mit meiner Reisebegleitung und die Zeit im Auto. Ein wenig werde ich es schon vermissen, war schon schön komplett ohne Elektrizität und laufend Wasser auszukommen.

Meine Schifffahrt war netterweise absolut verregnet. Mit dem Bus bin ich von Te Anau nach Manapouri, dort auf ein Boot, das uns über den Lake Manapouri (einfallsreiche Namen haben sie hier) gebracht hat. Dann ging es wieder in einen Bus, um über den Pass zu kommen. Als letztes Ziel kamen wir dann am Hafen an und konnten auf das Boot. Eigentlich fasst es 70 Personen, aber da Nebensaison ist war nur etwas über die Hälfte der Betten belegt. Dank einer kurzen Regenpause konnten wir dann im Sound/Fjord kayaken und am Ufer entlang paddeln. Danach ging es raus zum Fjordeingang, also zum offenen Meer. Dort schaukele es dann auch ein wenig mehr, aber leider haben wir weder Robben noch Delfine gesehen. Ein paar Blue Penguins waren da, aber die sind schnell wieder abgetaucht. Für die Nacht ging es dann in einen geschützten Arm des Fjords, anscheinend hat es die Nacht über jedoch trotzdem so gestürmt, dass einige Gäste nicht gut schlafen konnten. Ich persönlich habe nichts davon mitbekommen. Am nächsten Morgen sind wir dann in einen anderen Arm noch gefahren, wo man eigentlich den "Sound of Silence" erfahren sollte. Also einfach die Stille genießen. Dank des Regens konnte man aber nur vereinzelt ein paar Vögel hören und auch die Wasserfälle waren ganz schön laut. Über Nacht hatte es auf den Bergen geschneit, was den Kuppeln eine schöne Puderschicht verpasst hat.
Und auch, wenn es eigentlich unwichtig sein sollte: Das Essen war genial. Nachmittags gab es Muffin, dann eine Suppe, dann das Abendessen mit Salaten, verschiedenes Gemüse, Kartoffeln, Kumara, Reis, Hühnchen, vegetarische Leckerbissen, geräucherter Lachs, Muscheln, Rinder- und Lammbraten, massenhaft an Nachtisch und ein wundervolles Frühstück warm und kalt. Das freut das Backpackerherz...

Nun sitze ich in Te Anau und werde morgen meinen Weg nach Queenstown und Umgebung machen. Danach geht es dann irgendwann an der Westküste weiter hoch zu den Gletschern. Aber alles zu seiner Zeit...

Poolburn 


 Der Campingground vom Lindis Pass
Die Clay Cliffs bei Omarama
 Strand in den Catlins
 Nugget Point
 Der Blick vom Campingground aus am Morgen
Seelöwenkampf. Sehr amüsant, weil sie für eine Minute sich anmachen und dann fünf Minuten ruhig nebeneinander liegen...


 Am tiefsten See in Neuseeland (am Anfang des Fjordlands) ... Irgendwas mit Ho.. war der Name.

 Der Blick in den Middle Sound

 Mirror Lakes
 Homer Tunnel zum Milford Sound hoch.
 Auf meinem Trip hoch zum Marian Lake. Dafür, dass ich die Fotos "lind" gemacht habe, sind sie einigermaßen geworden...




 Die Kabine auf dem Boot

 Tasman Sea
 Es war kalt...



2 Kommentare:

  1. Schoen war's!!! Ich hoffe deine weitere Reise wird ebenso traumhaft. War eine nette Schifffahrt!
    Meine Arbeit in Te Anau ist nun auch vorbei und ich bin auf dem Heimweg nach Wellington.
    Give me a yell if you ar close by - there is always a bed to crash :)
    Jaana

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    1. Das war es. Wäre auch noch gerne länger an Bord gebleiben...
      Ich werde mich ganz bestimmt bei dir melden, wenn ich wieder auf dem Weg "nach oben" bin :) Thanks a lot :)

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