Mittwoch, 29. August 2012

Über Hobbits und das Ende der NZ-Zeit


Kaum zu glauben, aber wahr: Meine Zeit in Neuseeland ist um. Am Donnerstag Morgen deutscher Zeit sitze ich im Flieger nach Sydney. Ich habe eigentlich gedacht, dass es einfach wird das Land zu verlassen, da ich mehr auf der Südinsel daheim war, als hier im Norden. Aber jetzt wo ich hier in der Sonne sitze, auf die Hafenbucht von Tauranga blicke (mein Hostel ist direkt am Wasser) und seit einer Weile über diesen Eintrag grübele, wird mir doch etwas mulmig.
Ich freue mich auf Australien und ich freue mich wieder nach Hause zu kommen, aber ich werde Neuseeland vermissen. Die wunderschöne Landschaft. Die Art hier zu leben (ob nun in einem normalen Haus oder im Backpacker). Die Neuseeländer mit ihrer freundlichen Art. Die Menschen, die ich auf meinen Reisen getroffen habe. Ob es nun diejenigen sind, mit denen ich Wochen verbracht habe (Es war eine geniale Zeit in Blenheim, Dunedin, Roxburgh und Nelson!!! und hoffe, wenigstens einige von euch wieder zu treffen!) oder die Personen, die ich nur ein paar Stunden kennengelernt habe, weil ich den Tag mit ihnen verbracht habe, oder bei ihnen im Auto mitgefahren bin.

Doch bevor ich das Land verlasse, war ich noch dort, wo ich von Anfang an hin wollte: Ich war in Matamata, der neuseeländischen Hobbit-Heimat!
Lustige Info am Rande: 35% derjenigen, die die Hobbiton-Tour machen haben weder die Bücher gelesen noch die Filme gesehen. Sie sind entweder da, weil sie einen Fan begleiten, oder weil sie die Menschen daheim neidisch machen wollen. Ich gehöre natürlich nicht dazu. Hab immerhin die Bücher (mehrfach) gelesen und die Filme (mehrfach) gesehen. Trotzdem ist der Neidfaktor schon interessant ;)
Bei schönem Wetter, mit ein paar Wolken am Himmel ging es also auf die Farm der Alexanders. Ich könnte jetzt davon erzählen, dass sie verdammt viele Schafe haben und ein paar Rinder und, dass die Brüder mit ihren Familien alle auf dem Stück Land wohnen, aber das ist uninteressant. Es ging auf das Privatgelände und nach einer Biegung lag dann hinter dem Hügel das Auenland.
Mit viel Liebe zum Details wurden die Hobbithöhlen für die Hobbit-Filme wieder aufgebaut und der Ort noch ein wenig erweitert. Es gibt verschiedene Höhlengrößen für die Filmaufnahmen (damit der Größenunterschied stimmt) und Gemüsegärten, die gepflegt werden, damit alles gut aussieht. Als ob die Einwohner einfach auf einem Gruppenurlaub wären. Der Pub des Ortes, der "Grüne Drache" wird momentan umgebaut, damit im Dezember dann wirklich Bier darin gezapft werden kann. Ja, es ist ein absoluter Touristenmagnet, aber als Fan finde ich es toll! Es ging vorbei an der Straße auf der Gandalf mit seiner Kutsche gefahren ist, am Haus mit dem grimmigen Hobbit (der war übrigens ein Aucklander und hat sich über einen Haufen Fanpost gefreut), an Sams Haus mit der runden gelben Tür, dem letzten Bild in "Die Rückkehr des Königs" und dann vorbei am Partybaum und hoch zu Bilbos Höhle. Sie ist die schönste, immerhin ist sie ja auch die wichtigste. Leider darf man nicht bis zur Tür, aber wir konnten dann in eine andere Hobbithöhle. "In" ist dabei auch nicht korrekt, denn es gibt nur einen kleinen Raum, damit die Schauspieler durch die Tür gehen können und dann nicht mehr zu sehen sind. Die Innenaufnahmen wurden natürlich alle in Wellington im Studio gemacht.

An meinem letzten Tag, heute, wird das Wetter genossen. Und Wäsche gewaschen. Und den Blog aktualisiert, damit ihr auch wisst, dass es mir gut geht.
Morgen früh geht mein Bus nach Auckland und ab der Mittagszeit darf ich meine zeit am Flughafen verbringen. Ein absoluter Reisetag. Insgesamt wird die nächste Zeit viel ein- und ausgecheckt. Bus nach Auckland, Flug nach Sydney, dann nach ein paar Tagen in den Nachtzug nach Melbourne, am nächsten Tag in den Flieger nach Hobart. Da habe ich dann ein wenig "Ruhe". Zumindest mit dem offiziellen Ein- und Auschecken. Ich reise dann für zwei Wochen in Tasmanien rum. Weiter... denke ich nicht. Erstmal heute und dann kommt morgen... und so weiter und so fort.

Ein letztes Mal viele Grüße vom schönsten Ende der Welt!
Ich melde mich dann irgendwann aus Australien ;)

Montag, 20. August 2012

I would walk a hundred miles and I would walk a hundred more...

So, erstmal will ich jetzt meine Fotos vom letzten Post nachholen...
Zunächst ein paar graue Bilder von Wellington

Am Civic Center auf dem Weg zum Hafen



Und ab gehts den Hügel hinauf zum Botanischen Garten
 Weiter gehts mit Napier.. leiedr auch diese Bilder, Dank des wundervollen Wetters vor allem grau..


Spaziergang am Meer entlang


Auf dem Weg zum Aussichtspunkt über die Stadt

Oben angekommen konnte man dann eher weniger sehen...

Macs habe ich noch nie als Briefkasten gesehen, scheint aber gut zu funktionieren! ;)
 Raus aus Napier und ab nach Taupo!

Am See entlang gibt es einige heiße Quellen

Ente.

Schwan ;)

Gefahr! Nein, da habe ich gerade herausgefunden, wie man die Farben auswählen kann, wenn man nur eine Farbe... in Farbe haben möchte und den Rest des Bildes schwarz/weiß. Ich liebe meine Kamera und ihre Spielereien!

Wuhu, fast komplett blauer Himmel!


Auf dem Weg zu den Hukafalls gibt es mal wieder.. richtig! Heiße Quellen. Hier hat jemand seine Hose vergessen (wie geht das?!?)

Blick über den See. Wenn man genau hinsieht, kann man die Berge im Hintergrund erkennen...



Von Taupo ging es dann nach Rotorua und mich begrüßte Sonnenschein! Nach zwei Tagen Regen in Taupo hatte ich endlich wieder Sonne (an dem Tag habe ich mir natürlich auch gleich 'nen Sonnenbrand eingefangen). Also habe ich einfach nur meine Sachen im Hostel gelassen und bin los.
Am See entlang bin ich dann zu einer der Maoristätten gekommen, die es in der Stadt gibt und diese ist netterweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Man darf nicht das Gebetshaus betreten, aber trotzdem war es recht schön. Dann ging es zurück zum Stadtinneren, wieder an den See und am See entlang.. in die andere Richtung und das war einfach wunderschön, denn es ging durch thermale Bereiche, die einfach nur geblubbert haben. Ob nun Wasser oder Schlamm, oder mitten auf dem Weg waren Steine am rütteln, weil unter ihnen Hitze und Druck aktiv waren. Sehr faszinierend. Dabei vergisst man fast, dass es die meiste Zeit nach faulen Eiern stinkt. Mein Kopf fand das aber nicht, denn ich durfte die paar Tage, die ich in Rotorua war die ganze Zeit mit Kopfschmerzen durch die Gegend laufen. Meep.
Die darauffolgenden Tage habe ich die Region weiter erkundet, viele brodelnde Tümpel gesehen, bin in Dampf herumgeirrt, der nach faulen Eiern stank und bin durch den Redwoodforest gewandert. Ich glaube im Schnitt laufe ich jeden Tag so meine 20km. Mal mehr, mal weniger, aber eigentlich immer so um diesen Wert herum (sagt mein Handy, das ein Schrittzähler hat).
Frühling kommt! Die ersten Schwanküken sind da :)

Maoridorf




Es brodelt und dampft überall

Weg am See entlang



Das Museum. Ich war nicht drin... sah aber von außen echt schön aus.

Hm. lecker, da durfte ich durchgehen. Ein Genuß für die Geruchsnerven

Blubberdiblubb...


Und nun bin ich in New Plymouth und ich muss sagen: Ich mag es. Es war nie wirklich auf meiner "must see"-Liste, eigentlich nur eine dumme Idee, aber... die dumme Idee hat sich in einer echt gute Idee umgewandelt. Es ist eine schöne Stadt mit Parks und einem tollen Küstenweg, genialen Stränden (wieso ist nicht Sommer?!?) und rein theoretisch die Stadt mit der höchsten Sonnenstundenanzahl auf der Nordinsel. Meep, nicht wirklich. Gestern Regen, heute Regen. Aber egal! Trotzdem schöne Stadt und ich hab noch einiges zu sehen.
Das ist nicht New Plymouth, sondern Te Kuiti... selbsternannte Hauptstadt der Schafscherer und deshalb haben sie eine meterhohe Statue in der Stadt stehen. Bin auf meinem Weg nach NP dran vorbeigekommen.

Mein erster Tag war feucht, aber am Abend war es schön. Erster Anblick auf NP

Zu dem interessanten Berg neben dem Schornstein bin ich gelaufen und eigentlich wollte ich auch drauf (Paritutu Rock), aber... nach den Stufen kam einfach nur eine Kette und man musste sich am Fels enlang hangeln und irgendwie wollte meine Höhenangst nicht so mitspielen. Zudem ist es der Fels, von dem am 8. August 3Menschen gestürzt sind. Eine Gruppe Schüler mit ihrem Lehrer waren dort klettern als das Wetter umschlug und 3Schüler ins Meer riss. Einer konnte sich retten. Der Lehrer ist den anderen Beiden hinterher gesprungen, um sie zu retten und alle drei sind immer noch vermisst. Viele Leute sind am Strand und im Wasser, die die Vermissten suchen, da die Körper mit der Strömung an die Küste von NP geschwemmt werden müssten. Gestern wurde die erste Leiche am Strand gefunden. :(


Nahansicht von Paritutu Rock

Ich bin die Treppen hochgegangen, nicht die Ketten...


Surfer.. Parasurfer? Wie nennt man das? Auf jeden Fall sehr genial!

Eine Brücke am Küstenweg, die in der Form von... Fischgräten gebaut wurde




Am Donnerstag geht es dann zu meinem letzten Ziel, Tauranga. Dort verbringe ich dann meine letzte Woche in Neuseeland.
Ich kann es nicht glauben... nur noch 10 Tage bis ich nach Sydney fliege. Ich werde Neuseeland vermissen... (es kommt dann aber noch ein neuer Blogeintrag, in dem ich herumheule, dass ich nicht weg will ;) )