Das letzte Mal gab es ganz viele Fotos vom Abel Tasman. Dieses Mal könnte ich das gleiche machen nur mit meinem Trip zur Golden Bay.
Tom, ein Engländer, den ich Dunedin kennengelernt hatte, war nach Nelson gekommen und Dank einem netten Backpacker hier im Hostel, der mir sein Auto geliehen hat, konnten wir einen Tagestripp zur Golden Bay machen. Das heißt für mich: Auto fahren! Und ich habe es genossen. Selbst das Linksfahren war kein Problem! Da wird das Rechtsfahren in Deutschland dann wohl ein Problem ;)
Aber nun ein paar Infos für all die Unwissenden unter euch: Die Region namens Golden Bay ist der Bereich nördlich vom Abel Tasman und somit auch dem nördlichsten Punkt der Südinsel. Zudem gibt es dort die Farewell Spit, eine Landzunge, die ein paar Kilometer ins Meer reicht und im Grunde genommen nur aus Sand besteht. Die Meeresseite, die zum Festland führt, ist oft eine Falle für Wale, da das Wasser sehr flach ist und so Wale dort stranden und meist nicht den Weg wieder zurück finden. Selbst mithilfe von Menschen. Also hat diese eigentlich wunderschöne Landschaft doch eine zeimlich tragische Seite an sich.
Wir sind also am letzten Freitag morgens losgefahren. Zuerst ging es zu "The Grove". Um ehrlich zu sein: Geplant war eigentlich nichts. Ich habe am Abend vorher auf eine Karte geguckt auf der einige Ziele eingezeichnet waren und das, was interessant klang habe ich auf unseren Tagesplan gesetzt. The Grove ist im Grunde genommen nur eine Steinformation inmitten eines Rata-Waldes. Danach ging es weiter zur reinsten Süßwasserquelle in der Welt. Zumindest laut den Informationstafeln. Das war ziemlich genial, denn das Wasser war wirklich extrem klar und man konnte selbst die Algen in 10m Entfernung noch perfekt sehen. Dann gab es die wohl längste Strecke bis ganz nach oben. Ab zum Wharariki Beach, was der schönste Strand ist, den ich hier bislang gesehen habe. Dazu gab es immer eine frische Brise, die den Sand fliegen lassen hat und einige große Felsen mitten im Meer. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, aber es war echt schön. Normalerweise tummeln sich die Seehundbabys in den kleinen Tümpeln, die sich bei Ebbe bilden, aber natürlich haben wir keinen einzigen gesehen. Danach sind wir ein kleines bisschen weiter gefahren zum Farewell Point (oder so), dem nördlichsten Punkt der Südinsel. Der letzte Punkt des Tages war dann die Farewell Spit. Man kann nur etwa 4km alleine an ihr entlangspazieren, weil es ein geschütztes Gebiet ist und man dann Touren mitmachen muss. Da wir aber sowieso gegen Ende des Tages dort ankamen, haben wir nur einen kurzen Spaziergang gemacht und den Sonnenuntergang vom Strand aus beobachtet.
Im Dunkeln ging es dann wieder heimwärts. Unterwegs wurde im Mussel Inn zu Abend gegessen. Die haben ein leckeres selbstgebrautes Manuka-Honigbier. Leider für mich nur verwässert. Ich wollte es unbedingt probieren, aber fand es keine gute Idee den doch ziemlich abenteuerlichen Weg zurück nach Nelson mit einem normalen Bier zu fahren. Verdammte Vernunft...
Das war dann auch das aufregenste, was in der letzten Woche passiert ist. Achso, bis auf das Konzert gestern Abend. Zwei Amerikaner hatten einen Fotokontest gewonnen und der Preis waren zwei Tickets zu dem Konzert von "Flight of the Conchords". Die Band kennen wahrscheinlich nur wenige... Das sind zwei Kiwis, die eine Mischung aus Musik und Comedy machen. Im Grunde genommen kennt man sie nur in Neuseeland, aber 2007 hatten sie eine eigene Fernsehserie auf einem amerikanischen Fernsehsender und gewannen sogar einen Grammy. Zurück zum Erzählstrang: Also die Amis haben die Tickets gewonnen und dann kam die Nachricht, dass das eigentlich ausverkaufte Konzert dank eines Computerfehlers noch einige Tickets zu bieten hat, sodass wir mit insgesamt 6 Personen losgezogen sind. Es war ein klasse Abend und absolut lustig! :D (kleines Song-Beispiel... aus ihrer Fernsehserie)
Ansonsten tut sich hier nicht viel. Das Hostelleben lebt sich so vor sich hin, wir sind eine große lustige Familie geworden und ich werde die Leute echt vermissen. Ein paar von uns haben sich schon wieder aufgemacht. Sonntags kochen wir zusammen, was dann darauf hinausläuft, dass Teams von 2+ Personen für 12+ Personen kochen. Das ist eine ganz schöne Arbeit, macht aber auch tierisch Spaß und ist wirklich interessant. Letztes Mal gab es ein Irish Stew mit Lammfleisch und dazu Kartoffelpüree. Yummie!
Um ein wenig Geld zu verdienen backe ich hier alle paar Tage einen Kuchen und verkaufe ihn. Bis auf einmal (da hat jemand meine Muffin in die Free Food Box gepackt) hat es auch echt gut geklappt. Favoriten sind ein einfacher Zitronenkuchen, der Kokos-Buttermilch-Kuchen und seit heute Apfelstreuselkuchen.
Aber nun zum interessanten Part, die Fotos:
| The Grove |
| Süßwasserquelle |
| Der Strand |
| Am nördlichsten Punkt |
| Blick Richtung Farewell Spit |
| Spielzeugauto mitten im Nirgendswo... |
| Sonnenuntergang am Strand |
| Und dann war es dunkel |