Dienstag, 31. Juli 2012

I packed my bags, I'm not ready to go

Ich kann es kaum glauben, aber nach fast zweieinhalb Monaten werde ich Nelson nun verlassen. Meinen Abreisetermin habe ich schon mehrfach nach hinten verschoben, aber nun ist es soweit. Ich werde das Tasman Bay Backers verlassen und meine Nelson Familie. Und meine geliebte Südinsel dazu. Soviele Abschiede müssen erstmal verkraftet werden.
Vor zwei Wochen wurde schon mal groß Abschied gefeiert, als der Großteil vom internationalen Part unserer Truppe abgereist ist und auch dieses Wochenende wurde Abschied gefeiert. Eine gute Zeit muss phänomenal enden. Und das hat es auch. Es war eine geniale Zeit und ich hoffe, dass ich mit allen in Kontakt bleibe und einige auch wieder sehe!
Ich hoffe, dass ich alle irgendwie in mindestens einem Foto drin habe... Eine tolle Gruppe =)


Doch bevor ich hier in Abschiedschmerz weiter dahinschwelge noch ein Update von einem Ausflug, den ich gemacht habe. Ja, ich bin mal wieder aus Nelson rausgekommen. Nicht sehr weit, aber zumindest etwas: Ich war mit ein paar Leuten am Cable Bay. Das ist... eine Bucht mit einer riesien Insel auf die man aber nicht darf, weil sich eine reiche Deutsche die sich vor einiger Zeit für viel Geld gekauft hat. Bam. Aber dafür darf man durch Schafweiden auf einen Hügel krakzeln und von dort auf die Bucht und das Meer sehen, was doch schon beeindruckend ist. Der Rückweg ist dann einfacher. Theoretisch. Es geht ja nur bergab. Dummerweise bin ich Meisterin im Ausrutschen. Also bin ich ausgerutscht.. einmal, hab mich aufgefangen, zweimal, hab mich aufgefangen und im Aufgangen rutsche ich wieder und sitze auf meinem Allerwertesten. Aua. Immerhin war keine Hinterlassenschaft von einem Schaf auf der Stelle dort. Und viel weiches Gras.

Ein Eisvogel! Wenn meine Augen mich nicht täuschen.. und ich will nicht hören, dass ich falsch liege, denn ich hab mich echt gefreut den entdeckt zu haben!

Kiesweg zu der Privatinsel



Martin (Österreich), Felipe (Brasilien), ich und Eriko (Japan)

Mittwoch, 18. Juli 2012

Beware of the person who can't be bothered by details

Da ich lediglich den Vormittag mit den unglaublich wichtigen Aufgaben des Betten machens, Zimmer, Küche und Bad putzens betraut bin, hatte ich mir in den letzten Wochen das Stricken angeeignet. Wie schon in einem früheren Post erwähnt, gab es hier eine ganze Gruppe von Menschen, die gestrickt haben. Nach meiner Mütze (nicht gerade erwähnenswert) habe ich ein Dreickstuch angefangen. Dabei durfte mir dann YouTube beibringen, wie ich denn bitte Maschen dazunehme und links stricke.

Heute kann ich stolz das Resultat zeigen:
Es gibt bei diesem Schal nur ein.. paar Probleme. Zum Einen ist es nicht gerade die schönste Farbe... ich habe die Wolle geschenkt bekommen. Dann wäre dann das Problem der Wolle selbst: Sie kratzt unglaublich! Ja, und leider ist das Ganze nicht gerade groß geworden, weil meine Nadeln zu kurz waren. Und ich nach ein paar Wochen einfach keine Lust mehr hatte... =P Also werde ich wahrscheinlich noch Knöpfe oder so besorgen und die dekorativ auf den Schal setzen, damit man ihn nicht binden bracht, sondern einfach knöpfen kann.

Ansonsten ist es sehr ruhig im Hostel geworden. Die Hälfte unserer Tasman Familie ist am letzten Wochenende abgereist. Da es sonst auch nicht so viel zu erzählen gibt, dachte ich mir, dass ich ein paar Details des Hostels vorstelle.
Die Weltkarte im Wohnzimmer ist das wichtigste "Detail". Sie nimmt fast eine komplette Wand ein und man kann gemütlich abends am Feuer sitzen und einfach darauf blicken. Dabei werden dann alte Reisen rekapituliert und neue Pläne geschmiedet...
Dann sind noch verschiedene Karikaturen, die im Hostel hängen. Ein paar habe ich davon abfotografiert.
In the animal self-help section


"Sandwiches!"


"Hey... this could be the chief!"

Ha! That finishes it! .. I always knew he'd be back one day to get the other one!"

"Go ahead and jump, Sid! Hell - I know you're thinkin' it!"

Unbeknownst to most ornithologists, the dodo was actually a very advanced species, living alone quite peacefully until, in the 17th century, it was annihilated by men, rats and dogs. As usual.

Jurassic calenders


"Frank... don't do that.."



Der Titel dieses Posts ist übrigens ein Zitat eines gewissen William Feather.

Montag, 9. Juli 2012

We do not remember days; we remember moments

Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern als ich in den Zug nach Mainz gestiegen bin und am nächsten Tag dann in meinen Flieger in Frankfurt.
Und ich kann mich noch an die viele Momente des Tages erinnern, als meine Familie und ich Kessy abgeholt haben. Die Ausrede, dass wir zum Maxipark wollten, der Umweg um uns Welpen anzusehen, die Momente mit den Welpen, mein Vater, der mir Kessy in den Arm gibt, meine Ungläubigkeit. Ein kleinen Wurm, der mit seinen großen Augen und Ohren so gar nicht nach einem Hund aussah. Und ich konnte es in den ersten Stunden nicht glauben, dass dies mein Hund sein sollte. Doch sie war mein und sollte für fast fünfzehn Jahre ein unersetzbarer Teil der Familie sein. Nun ist sie wieder mit ihren Freunden vereint: Biene, Bonnie, Bora. Und wie die Hovis wird die Kleine nie vergessen.
Für mich ist es noch nicht real. Die richtige Trauer wird wohl erst einsetzen, wenn ich wieder zuhause bin. Bis dahin lenke ich mich an, lebe mein Leben...

Und dies besteht daraus Teile von Nelson zu erkunden, die ich noch nicht gesehen habe. Ironischerweise ist es der Friedhof von Nelson, der am Hügel gelegen auf das Meer und das Hafengebiet hinausblickt.





Sonnenuntergang in Nelson

Wir haben hier einen Haufen von musikalischen Leuten im Hostel. Drei von ihnen waren auf dem Samstagsmarkt und haben dort Gitarre gespielt und gesungen.. und das sehr erfolgreich. Letztens waren wir dann alle in einer Bar, die eine Open Mic Night hatten. Wir hatten verdammt viel Spaß die Truppe an E-Gitarre, Schlagzeug und Bass zu sehen.

Der mittlere Typ mit den fettigen Haaren gehört nicht zu uns.. er ließ sich leider nur nicht von der Gitarre vertreiben...
Wir haben immer noch gemeinsame Abendessen. Hier Empanadas und zum Nachtisch Bananenkuchen. Leider ist immer irgendwer nicht dabei, aber hier ist der Großteil unserer Truppe =)
 Vor ein paar Tagen ergab sich dann eine Möglichkeit, Nelson ein wenig zu entfliehen. Es ging mit ein paar Freunden aus dem Hostel zum Nelson Lakes Nationalpark. Eigentlich zwei Seen, aber wir waren nur an einem und haben dort einen schönen Tag verbracht, der zu einer Juli-Schneeballschlacht geführt hat.