Sonntag, 6. Mai 2012

Das Wandern (und das Essen) ist des Müllers Lust

Bevor es für mich morgen Früh weiter geht nach Wanaka, der kleinen Schwester von Queenstown, will ich doch zunächst von meiner Zeit hier erzählen.

Queenstown ist die Stadt der Partys und des Extremssport. Hier kann man alles machen, was man sich so verrücktes ausdenkt und was einem nur knapp am Tod vorbeischliddern lassen lässt. Ich persönlich war da etwas vorsichtiger und habe den Leuten nur dabei zugesehen, wie sie sich am Gummiseil in den Tod stürzen.

Was habe ich sonst noch hier so gemacht? Am ersten Tag ordentlich Geld ausgegeben, nämlich eine neue Kamera gekauft. War aber ein Schnäppchen und die Kamera selbst ist auch kein Sondermodell mit viel Schnickschnack, sondern einfach etwas, worauf ich mich verlassen kann (eine Canon IXUS 115HS falls es jemanden interessiert. Sogar günstiger erstanden als ich sie in Deutschland bekommen hätte. Ha!).
An meinem ersten Morgen bin ich dann am Frühstückstisch von einem Bekannten überrascht worden. Zwei meiner ehemaligen Arbeitskollegen ("Mitsklaven") waren auch in Queenstown und so haben wir den Tag zusammen verbracht indem wir zur Gondolastation hochgelaufen sind und dort den unglaublichen Ausblick genossen haben. Direkt neben uns sind die Paraglider gestartet und ich muss zugeben, da hat es dann doch schon gekribbelt, ob ich es nicht doch mal wagen sollte...
Morgens in Queenstown. So gegen 8, glaub ich. Dank der ollen Packhausarbeit ist mein Schlafrhytmus noch immer sehr seltsam. Ich bin früh müde und stehe früh auf...

Eine Treppe ins Nichts... Nein, nicht ganz. Hier darf man sich an ein Drahtseil binden und daraf im Tarzanstyle hinuntersausen.. Juchu...

Ohne Worte ;)

An dieser Stelle unseres Weges wurde es passend für ein Märchen, also habe ich Vivi die Geschichte von Hänsel und Gretel erzählt, weil sie die noch nicht kannte.

Blick auf den See

Gipfelstürmer!

Paraglider. Wichtigste Regel: Wenn ich sage lauf, dann läufst du solange, bis kein Boden mehr unter deinen Füßen ist....

Queenstown von oben

Runter ging es dann auf die leichte Weise, mit der Gondel. Anscheinend eine der steilsten, die es so gibt. Aber egal, Gondel ist Gondel. Da auf der Fahrt von oben nach unten die Tickets nicht (mehr) kontrolliert werden.. war das Vergnügen dann auch kostenlos.
Nach solchen Strapazen wurde dann der Fergburger gestürmt. Das ist DER Burger in Queenstown (und in Neuseeland), wenn man den Leuten Glauben schenken soll. Ich darf zugeben, dass ich zweimal dagewesen bin in meiner Zeit nun. Einmal an meinem zweiten Tag und heute. Ich dachte mir an meinem Geburtstag darf ich mir den König der Burger holen, den Big Al. Joa, das Teil habe ich dann auch nicht auf einmal aufbekommen, weil er einfach zu groß war. Aber lecker! Dafür läuft man gerne den ganzen Tag rum und isst nichts.


Im öffentlichen Garten. Ich maaaaaaag meine Kamera!


Die anderen Tage... war ich auf dem Queenstown Hill und habe mich mit jemanden getroffen, die ich im Doubtful Sound getroffen habe.
Dann bin ich nach Arrowtown gefahren, eine kleine Goldgräberstadt. Dort waren auch gleich am Rand des Ortes zwei Drehorte vom Herrn der Ringe. Ja, auch darauf komme ich mal wieder zurück. Zum einen konnte man die Furt besuchen, wo im ersten Film die schwarzen Reiter hinter Arwen herwollten. Die andere Seite des Flusses und die Flut wurde leider woanders gedreht. Zum anderen gab es den Durchgang durch den Isildur geritten ist. Das ist ganz am Anfang vom ersten Film als die Geschichte des Rings erzählt wurde und Isildur von den Orcs erschossen wird. Da reiten sie durch eine Baumallee.
Aber zurück zu den Goldgräbern. In Arrowtown gab es auch eine chinesische Siedlung, wo sich halt die chinesischen Goldgräber niedergelassen haben. Zunächst waren sie noch willkommen, dann wurden sie zu den Außenseitern der Gesellschaft und blieben Größstenteils unter sich. Nicht nur wegen der Sprachprobleme. Erst nach dem Goldrausch wurde das Verhältnis zu den chinesischen Mitbürgern besser auch wenn sie trotzdem nicht die übliche Pension bekamen und die Einwanderzahlen zum Zweiten Weltkrieg hin drastisch minimiert wurden.
Blick von Queenstown Hill




AUch auf dem Queenstown Hill.. irgendeine abstrakte Skulptur, die etwas mit dem fangen von Träumen zu tun hat.

Herbst in Arrowtown

Alte Karrikatur zur "Invasion" Neuseelands von den Chinesen im Goldrausch.


Die chinesische Siedlung, wiederaufgebaut


Im Haus des Kaufmanns saß eine Katze im Fenster. Hab mich ganz schön erschrocken, weils dunkel war...

Innenstadt von Arrowtown


hier irgendwo wurde die Verfolgung von Arwen edreht. ALso im Grunde im unteren Bild, glaub ich.


Auf diesen Wegen wurde Isildurs Untergang gedreht.

Ich war dummerweise auf der falschen Seite des Flusses. Der Weg rechts, mit den überhängenden Ästen ist die Stelle


Eigentlich wollte ich an dem Tag noch woanders hin, aber ich habe meinen Bus verpasst und durfte 2Stunden auf den nächsten warten. Da habe ich mich meinem aktuellen Buch zugewendet. (Liebe die neue Kamera immer noch)

Vollmond


Und dann war da heute... mein Geburtstag! Nachdem mir im Informationscenter gesagt wurde, dass heute keine Herr der Ringe Touren laufen, habe ich mich auf den Weg nach Glenorchy gemacht. Der Bus war mir zu teuer und ich stand damit mal wieder an der Straße. Aber das war gar nicht mal so einfach wie sonst. Als ich gerade aufgeben wollte hat aber netterweise ein Auto voll mit Chinesen gehalten. Ich weiß nicht, warum mein letzter Mit-Hitchhiker meinte, dass Asiaten nicht anhalten. Hatte bei denen noch nie Probleme...
Nach einem Aufenthalt am See habe ich mich zu einem Kaffee ins Cafe gesetzt und danach zu Fuß die Gegend um Glenorchy erkundet. W-U-N-D-E-R-S-C-H-Ö-N!
Auf dem Rückweg wurde ich dann von einem Kiwi-Vater-Tochter-Gespann mitgenommen und dann gab es den legendären Fergburger...
Glenorchy






Auf dem See waren so viele schwarze Schwäne. Sehr schööön! Hier gibt es übrigens keine (kaum?? ich glaube keine) weißen Schwäne. Somit eine nette Abwechslung für mich.


Viel zuviele Klamotten. Die Sonne war wunderbar warm!

besser...

Ich kann nicht genug hiervon bekommen...

Zurück in Queenstown mit dem Big Al. Ich konnte ihn nicht auf einmal essen. Der Rekord dieses Monster zu essen ist 2Minuten 14Sekunden. Ich habe eher 2Stunden und 14Minuten gebraucht...
Soooo das war's erstmal von mir. Da es jetzt genug Bilder und Geschichten von mir gibt, kann ich mich beruhigt ein wenig zurückziehen. Nächstes Ziel ist Wanaka, danach die Gletscher und eine Fahrt über den Arthurs Pass nach Christchurch. Von dort bahne ich meinen Weg nach Nelson. Je nachdem wie die Lage des Internets unterwegs so ist, melde ich mich dann mal wieder.
Bis dahin, alles Gute und viele Grüße an die Heimat!

2 Kommentare:

  1. Die Gegend um Queenstown etc. ist schon echt genial. Und mir fällt mal wieder auf, dass ich nicht oben an der Gondel war. Sooo viele Dinge, die ich noch nachholen muss. :D
    Die Kamera macht jedenfalls supertolle Bilder, andererseits sind die Motive an sich ja auch schon toll...
    So, ich muss das Fenster hier zumachen, sonst weine ich. ;) Aber grüß mir den Arthur's Pass und Nelson!

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  2. Warum sieht es da überall so verdammt schön aus? *das Eckchen Neid, das sich hervorschleicht, zurückscheuch*
    Barbara

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