Sonntag, 12. August 2012

The Journey North

Nach meiner Abreise aus Nelson ging es als ersten Anlaufpunkt nach Picton, einfach nur, weil von dort meine Fähre nach Wellington abfahren sollte. Netterweise war es ein grauer Tag mit Nieselregen, sodass meine Laune einfach nur dem Wetter entsprach. Große Lust auf die Nordinsel hatte ich nicht.
Kurz vor 10 am Abend habe ich dann die Nordinsel erreicht und bin zu meinem Hostel. Dort habe ich dann zwei Gesichter getroffen, die mir irgendwie bekannt vorkamen. Sie waren in Nelson gewesen... Ich denke solche Momente können mir nun häufiger begegnen, immerhin habe ich viele Menschen getroffen, die noch auf Reisen waren.
Zwei Nächte wollte ich noch einmal in der Hauptstadt verbringen, damit ich mir noch den botanischen Garten angucken konnte, den ich vor meiner ersten Überfahrt nicht gesehen hatte. Doch das Wetter wollte nicht so, wie ich. Es war zwar trocken, doch wolkenverhangen und so sollte es die nächsten Tage auch bleiben. Mit der Straßenbahn ging es dann hoch in die Gärten, wo ich ein wenig spazieren war. Und bin dann zu Fuß wieder hinunter.
Früh am nächsten Morgen ging es dann zum Bahnhof und in meinen Bus, der mich hoch nach Napier bringen sollte. Nach über 5 Stunden im Bus kam ich im... grauen Napier an. Da es dann auch noch zu regnen anfing, habe ich jegliche Aktivität sein gelassen. Leider hat sich Napier auch in den nächsten Tagen nicht von einer farbenfroheren Seite gezeigt, sodass ich doch froh war weiterzuziehen.
Seit Montag bin ich nun in Taupo und das erste Mal habe ich heute wunderschönes Wetter! Trotzdem hatte ich auch bei grauem Wetter ein paar Spaziergänge am See entlang gemacht. Da dann gestern meine Wanderschuhe (die ich natürlich in Nelson liegen lassen musste) ankamen habe ich mich heute zu den Huka Falls aufgemacht. Der Wasserfall ist jetzt nicht sonderlich hoch (lediglich 9m und die Höhe wird auch noch minimiert, weil der Wasserfall ziemlich flach... fällt), aber dafür kracht das Wasser mit einer ziemlich Gewalt herunter und das bereits klare Wasser wird nach dem Aufschäumen zu einem wunderschön kristallklarem blau.

Achso, meine Entscheidung ob ich nun das Tongariro Crossing mache oder nicht (im Winter ist es nur mit einem Guide möglich) hat der Berg selbst für mich entschieden, da der Tongariro sich Montagnacht dazu entschlossen hat seine hundertjährige Ruhe zu brechen. Aber nun ist er wohl erstmal ruhig und solange er ausbricht und der Wind vom Norden kommt, soll es mir auch egal sein, denn am 30. geht mein Flug von Auckland aus und ich ich will eigentlich nicht am Flughafen festsitzen, weil Asche in der Luft liegt. Aber daran glaub ich nicht.

Montag geht es dann weiter, nach Rotorua. Da die Stadt jedoch aus thermalen Quellen besteht und deshalb wunderbar nach verfaulten Eiern riecht... wird es wohl nur ein kurzer Besuch.

Ich wollte eigentlich mehr Fotos hochladen, aber da das Internet mich hier nicht mag... müssen die warten.
Wie geht es daheim/ in Deutschland? Ich hoffe ihr könnt einen schönen Sommer genießen (oder wenigstens ein paar Sommertage)!
Hukafalls.. hab mit der Kamera gespielt.


1 Kommentar:

  1. Hallo Anna :)
    Ich habs endlich mal wieder geschafft ein bisschen dein Treiben zu verfolgen! *stolz*
    Klingt ja in diesem Post schon gar nicht mehr nach großer Reiselust ;) Aber irgendwann ist man auch einfach müde, vermute ich. Und dazu noch die zweieinhalb Monate in Nelson, die hinter dir liegen und gern auch hätten drei oder vier sein dürfen... Du wirst schon noch was gutes aus deinen letzten Wochen machen! :)
    Das Wetter in Germanland... Im Norden zeigt es sich seit gestern mal wieder von der besseren Seite, kurze Hose & T-shirt sind tatsächlich wieder möglich. Das war die letzen 1-2 Wochen weniger der Fall. Hoffe ja, dass sich dieses Wetter noch bis Mitte/Ende September hält. So langsam stehen auch bei mir die Zeichen auf Abschied und ich möchte zumindest einen Besuch an der Ostsee noch bei gutem Wetter erleben dürfen.

    Fühl dich lieb gegrüßt :)

    AntwortenLöschen