Weihnachten ist vorbei und das neue Jahr hat angefangen. Und ich.. ich bin weitergezogen und weitergezogen und nun bin ich grad in Loburn, nördlich von Christchurch.
Von Kaikoura ging es wenige Tage nach Weihnachten nach Christchurch, wieder getrampt, aber es war.. anstrengender eine Mitfahrgelegenheit zu bekommen. Wir mussten eine Stunde warten bis ein chinesisches Geschwisterpaar sich erbarmt hat und uns mitgenommen hat. Die beiden waren ganz nett, wenn man davon absieht, dass wir Celine Dion hören mussten.
In Christchurch waren wir nur eine Nacht, weil das Shuttle nach Akaroa nur morgens fährt. Die Stadt ist auch leider nicht mehr wirklich sehenswert. Ich denke, dass siewirklich wunderschön war, vor dem Erbeben, aber nun sind die besonderen Gebäude (die alten Steinhäuser) ineinandergefallen. Die letzten starken Beben haben der Stadt auch nicht wirklich gut getan, es gab wieder viel Zerstörung und neue Gebäube mussten abgesperrt werden. Teilweise kam man sich wie in einem Kriegsgelände vor, weil auch nicht viele Menschen unterwegs waren. Den einen Tag haben wir allerdings vor allem im Botanischen Garten verbracht und der ist immer noch wunderschön (also der Huxley Park). Ein riesiges Gelände, mit schönen Bepflanzungen. Wenigstens etwas schönes bleibt der Stadt.
Für Silvester/Neujahr waren wir dann in Akaroa, das heißt nicht direkt sondern auf einer Farm, die eigentlich ein Hostel ist.. Wir haben dort gecampt. Im Zelt. Es war so dermaßen kalt, wir haben nachts immer schön gefroren. Aber trotzdem war es echt genial. Die Campingzone ist nicht direkt am Hostel und ist wirklich liebevoll aufgebaut gewesen... es war alles am Berg und die Toiletten standen einzelt, es gab zwei einzelne Duschzellen und eine Außenküche. Natürlich auch eine drinnen, im Gemeinschaftshaus wo dann auch der Kamin war, der abends Wärme gespendet hat. Bei den Zelten liefen dann die Schafe rum und auch ab und an ein paar Pfaue. Und!!! Es gab Hunde. Drei Erwachsene und einen 10 Wochen alten Welpen. Ein süßer kleiner Wicht, der alle um den Finger wickeln konnte.
Um auf den Titel dieses Posts zu kommen.. die Erde hat in letzter Zeit mal wieder ordentlich gewackelt. In Blenheim war einmal ein winziges Beben, in Christchurch nichts, aber in Akaroa habe ich drei Beben bewusst mitbekommen und zwei davon haben mir doch ein flaues Gefühl gemacht. An die kleinen Beben "gewöhnt" man sich, aber wenn es doch heftiger schüttelt... Es ist in Ordnung, keine Panik oder so, aber schon ein seltsames Gefühl.
2011 habe ich damit abgeschlossen, dass ich dann endlich mit Delfinen schwimmen war. Das Hostel hat es angeboten und wir sind dann am 31. morgens mit noch drei anderen und zweil Hostelleuten im Schlauchboot raus. Zuerst schien es so, dass wir kein Glück haben sollten, doch dem war nicht so. Wir haben Delfinbabies gesehen! Insgesamt waren es 5 Stück mit ihren Müttern und eins war noch so jung, dass es noch seine Geburtstreifen hatte (Jeff hat erklärt, dass die Babys quasi zerknüllt auf die Welt kommen und dann... aufploppen), die ein paar Tage nach der Geburt dann verschwinden. War total genial das zu sehen und die Mütter haben ihre Kleinen sogar ans Boot geführt, damit sie das kennenlernen. Schwimmen durften wir mit denen natürlich nicht. Wenig später haben wir aber dann ein paar ältere Delfine gefunden und sind ins Wasser. erst waren sie etwas schüchtern, aber dann kamen sie in Spiellaune, sind teilweise extra langsamer geschwommen sodass man mit ihnen schwimmen konnte. Es war wirklich faszinierend und ich habe nicht mitbkommen, dass wir fast 2 Stunden lang im Wasser waren. Es waren übrigens Hectordelfine mit denen wir geschwommen sind. Das sind die kleinsten Delfine der Welt und die gibt es nur an den Küsten Neuseelands. Sie werden nur bis zu 1,5m groß (zum Vergleich, der normale "Flipper"-Delfin wird so 4m lang).
Das Wetter in der Zeit hat leider nicht ganz so mitgespielt, dass wir Glück hatten, dass es zeitweise trocken war. Silvester war eine nette Runde unterschiedlichster Leute, die aber vor allem aus... Deutschland... kamen. Yay -.-
Eigentlich war es dann mal wieder der Plan, dass der Weg von Jana und mir sich dann trennt. Denkste!
Wir sind nun zusammen in Loburn und auf meiner ersten WWOOFing Stelle. Das sagt Wikipedia zum wwoofen:
World-Wide Opportunities on Organic Farms (auch bekannt unter Willing Workers on Organic Farms; kurz: WWOOF) ist eine Organisation, die freiwillige Helfer für ökologische Bauernhöfe vermittelt. [...] Freiwillige, die durch WWOOF vermittelt werden, erhalten keine finanzielle Entschädigung für ihre Arbeit, sondern lediglich Unterkunft und Verpflegung von den jeweiligen Arbeitgebern.
Wir sind nun auf einem Hof, der Haflinger züchtet. Hafis sind hier nicht sonderlich bekannt und welch Wunder, die Chefin hier kommt aus Deutschland. Jana und ich kümmern uns um 7 Haflinger, darunter ein Fohlen, ein paar Ziegen, zwei Kälbchen, Hühner, eine Katze und drei Hunde. Ab Samstag werden wir das ganze für eine Woche alleine scmeißen, weil die Besitzer in den Urlaub fahren. Die Hunde gehen aber ins Hundemotel, damit wir nicht drauf achten müssen, ob sie abhauen oder nicht. Zutun gibts aber genug, aber es macht auch Spaß wieder mit Tieren zutun zu haben.
Eigentlich wollte ich jetzt noch Bilder hinzufügen, aber ich werd wohl nur noch unter die Dusche und dann ins Bett.
Es ist echt krass, dass das in Chch immer noch so ist. Das Erdbeben ist ja schließlich bald ein Jahr her, aber mit all den kleinen noch danach... :/ Es war definitiv eine sehr schöne Stadt, und so belebt!
AntwortenLöschenBei uns hat es ja in Chch auch gebebt und das ist sowas von merkwürdig! Ich möchte nicht wissen, wie sich ein größeres anfühlt, vor allem wenn man in irgendeinem Haus ist. Andererseits haben unsere Freunde ja auch gesagt, dass sie sich nicht mal mehr auf der Straße sicher gefühlt haben...
Mit Delfinen schwimmen steht jetzt auch ganz weit oben auf meiner Liste, next time! Aber es klingt auf jeden Fall gut, muss ein tolles Erlebnis gewesen sein.
Wenn ich so deine Blogeinträge lese finde ich es immer wieder amüsant, wie unterschiedlich unsere Zeit im Ausland doch ist. Manchmal scheint es, als leben wir in verschiedenen Welten. Ich sitze gerade im zwölften Stock in meinem Büro und arbeite an einer website, umgeben von 8 Millionen Menschen im winterlichen New York - du bist tausende Kilometer weit weg auf einer Farm in Neuseeland, wo dir nur wenige Menschen und sonst Tiere Gesellschaft leisten und genießt (manchmal) den Sommer.
AntwortenLöschenHoffe du haste eine genauso tolle Zeit wie ich, auch wenn wir ja schon dieses Jahr wieder in die Realität zurück müssen...