True happiness can only be found when shared. - Into the Wild
Gestern Abend haben wir im Hostel den Film geguckt und da er doch etwas (sehr) bedrückend (aber wunderschön) ist, dachte ich mir, dass ich mich mal wieder ausführlicher melden sollte.
Für diejenigen, die den Film nicht kennen:
Ein junger Mann macht seinen Collegeabschluss und dann kapselt er sich vollkommen von seinem alten Leben ab. Er verlässt seine Familie, vernichtet seine komplette Identität und zieht los. Zunächst innerhalb der Staaten, sucht sich Arbeit um ein wenig Geld zu verdienen und trifft auf Menschen. Oft sind es Leute, die ihm helfen, ihn unterstützen, teilweise nicht verstehen was er da genau tut. Auf jeden Fall lernt nicht nur er was von diesen verschiedenen Personen, sondern auch diese von ihm. Sein Ziel ist jedoch nicht die Gesellschaft von Menschen, sondern die Einsamkeit in der Wildnis von Alaska. Dies ist sein Ziel und nach über einem Jahr Reisen kommt er dort an, entdeckt einen alten Bus, der dort herumsteht und lässt sich dort nieder. Er lebt von und mit der Natur, hat gut und schlechte Tage. Denkt nach, philosophiert und schreibt seine Geschichte auf. Nach neun oder zehn Monaten kommt er auf den Schluss, dass seine Zeit in der Wildnis abgelaufen ist. Er möchte wieder zurück, doch es geht nicht, denn der Fluss den er auf dem Hinweg überquert hat ist nun um einiges breiter und wilder geworden im Frühjahr. Verzweifelt muss er wieder zu seinem Bus, jedoch ohne genügend Lebensmittel. Er versucht von Wurzeln und Beeren zu leben, doch isst ausversehen eine giftige Pflanze. Tagelang quält er sich herum, verliert immer mehr Gewicht, kommt dann auf das Zitat von oben, sieht in den Himmel und stirbt. Verzweifelt und doch irgendwie glücklich.
Ein paar Tage nach seinem Tod wird die Leiche gefunden. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, die sich zwischen 1990 und 1992 abgespielt hat.
Im Gegensatz zu Alexander Supertramp gehen mir nicht die Lebensmittel aus und ich bin bereits zu dem Schluss gekommen, dass es schöner ist, wenn man Gesellschaft um sich herum hat, also keine Sorge. Bislang hatte ich noch nicht das Bedürfnis mich abzusetzen und im Nichts zu philosophieren ;)
Ich bin immer noch in Blenheim. Jetzt seit über zwei Wochen. Einen festen Job habe ich nicht, aber hin und wieder arbeite ich in einer Flaschenfirma... dort werden Weinflaschen gereinigt, etikettiert, in Boxen gepackt. Also ganz viel Spaß. Es reicht, damit ich meine Miete zahlen kann und etwas für die Lebensmittel habe, somit ist's in Ordnung. Warum ich keinen Weinfeldarbeit habe... keine Ahnung, gut, ich kümmere mich nicht wirklich, wurde das letzte Mal bei einem größeren Auftrag auch irgendwie übergangen, obwohl ich gesagt habe, dass ich Interesse hatte. Als ich dann mal um kurz nach 5 aufgestanden bin und morgens beim Sammelpunkt rumgefragt habe, ob noch Leute für den Tag gebraucht werden wurde ich wieder nach Hause geschickt. Irgendwie scheine ich kein Händchen damit zu haben und auch die Wein-Saison läuft wegen des durchwachsenden Wetters eher schleppend an. Aber bei mir ist es noch nicht so, wie bei manch anderem Backpacker, der das Geld wirklich wirklich braucht. Alles im grünen Bereich.
Doch mal zu den schöneren Dingen des Lebens: Tagsüber ist das Hostel meist ziemlich leer, weil halt viele arbeiten. Bis zur letzten Woche waren viele viele Deutsche hier, doch letzten Sonntag sind einige der Truppe abgereist. Das war der Start einer seltsam ruhigen Zeit vor allem, weil es viele der Stimmungsmacher und schrägen Vögel waren, die das Nest verlassen haben.
Nun übernehmen die Asiaten das Haus, was mal eine nette Abwechslung ist. Abends und am Wochenende lerne ich dementsprechend mal ein bisschen chinesisch (ich kann es nicht, ich vergesse auch immer die Worte, die mir beigebracht werden und die Aussprache ist der Horror!) und dank der schwedischen "Familie" (Mädel mit ihrem Bruder, ihrem Cousin und ihrer besten Freundin) kommen auch immer mal wieder ein paar schwedische Worte hinzu. Das ist um einiges einfach auszusprechen und ich wünschte, ich hätte in der Uni mehr getan um in den Sprachkurs zu kommen. Tja, Pech gehabt. Nun muss ich es so lernen und sollte bald mal eine Vokabelliste anfangen. Im Gegenzug wird natürlich auch deutsch gelehrt, wobei Schimpfwörter – natürlich – die beliebtesten Wörter sind, die gelernt werden wollen.
Die Wochenenden sind im Allgemeinen auch die beste Zeit der Woche (haha), denn kaum jemand muss arbeiten und vor allem Samstag abends wird feuchtfröhlich feiert. Zunächst im Hostel, dann in den … "Clubs", oder wir man die Räume mit Musik nennen möchte. Es macht Spaß und das ist die Hauptsache.
Mein "Plan" für die nächste Zeit... gibt es nicht. Das einzige was ich weiß ist, dass ich Blenheim vor Weihnachten verlassen werde. Bis dahin sollte es noch irgendwie Arbeit geben, die ein wenig mehr einbringt als nur die Wochenmiete. Vielleicht werde ich auch ein wenig aktiver in der Suche... Würde der Sache wahrscheinlich echt helfen ;)
Das Wochenende wird auf jeden Fall wieder gut. Heute Abend geht’s in den Wither Hill Farm Park, ein paar... Hügeln, die an die Stadt angrenzen um von dort den Sonnenuntergang zu sehe. Wenn das Wetter gut ist wird Samstag ein Strandtag und abends feiern und soweit ich gehört habe wollen am Sonntag einige Paintball spielen gehen. Ich würde mal behaupten... mir geht’s gut (bin ein wenig erkältet, aber egal, wird schon irgendwie wieder weggehen). Hoffe euch allen auch!
Viele Grüße an die Heimat!
Oh und noch eine Meldung aus der Heimat: "Unser" neuer Hund wurde Anfang des Monats geboren. Es gab nur eine schwarzmarkene Hündin im Wurf und das ist die kleine Cara...
Ein super süßes Bild von der Kleinen... das war am 19.11. (ich lese immer brav den Blog der Züchter, damit auch was von dem Hund mitbekomme...)
Oh und noch eine Meldung aus der Heimat: "Unser" neuer Hund wurde Anfang des Monats geboren. Es gab nur eine schwarzmarkene Hündin im Wurf und das ist die kleine Cara...
Ein super süßes Bild von der Kleinen... das war am 19.11. (ich lese immer brav den Blog der Züchter, damit auch was von dem Hund mitbekomme...)
Und nun zu meinen Fotos:
Zum einen einige Fotos von dem besagten Wither Hills Park. Der Blick über Blendheim, zum Meer rüber.. oh und an dem Tag habe ich auch die Helikopter gesehen, mit der die Hobbit-Crew durchs Land fliegt. Sie sind nun wieder auf der Südinsel, waren letzte Woche in Nelson und jetzt irgendwo mitten im Land. Irgendwann werde ich noch drauf stoßen!
Das wunderschöne Bild mit den Betten und den pinken Wänden... das ist mein Zimmer. Ich lebe in einem rosa Zimmer... das Mädchenzimmer. Zeitweise auch mit Barbiebettwäsche und momentan rein deutsch. Karen meint, dass es ihr schönstes Zimmer ist (wenn man denn die Farbe mögen würde) ;) Ich zeige keine Bilder von der Gesamtansicht, denn Ordnung ist etwas anderes, aber was soll man auch machen. Vier Mädels in einem pinken Zimmer halt :D Mein Bett ist hier vorne rechts oben das...
Dann noch ein paar Beweise, dass es hier echt toll ist. Bilder vom letzten Samstag. Erst wurde gegrillt, dann gefeiert. Hier jedoch nicht chronologisch gezeigt, weil das Hochladen so viel Zeit gekostet hat, dass ich einfach keinen Bock mehr dazu habe :P
Die ersten Bilder, die ich seit langer Zeit gemacht habe. Da war dann auch die ganze verrückte Truppe noch hier, viele von denen auf dem Foto sind nun nicht mehr hier. Neue sind jedoch hinzugekommen.. mal gucken wie dieses Wochenende wird.
Into the Wild ist echt ein toller Film...
AntwortenLöschenMh, in meinem Handy habe ich auch das Wetter von ChCh, Auckland und Wellington. Sieht wirklich so aus, als wollen Frühling/Sommer noch nicht so recht anlaufen, aber das wird schon noch! Also letztes Jahr hat Subway immer nach Aushilfen gesucht in Blenheim. :D
Oh, im Koanui waren wir auch und haben gefragt, ob sie uns in nächster Zeit nen Job vermitteln können...wie in fast jedem Hostel in Blenheim. Damals waren da tatsächlich vor allem Asiaten.
Lass uns doch beide Chinesisch lernen, ich habe jetzt einen chinesischen Mitbewohner. :D Aber Schwedisch ist ja viel toller. (Kathi stellt einen Zusammenhang her zwischen SMS und diesem Post.)
Äh ja, freut mich jedenfalls, dass du eine super Zeit da hast und nun arbeite gefälligst auch mal! ;)
Und: Süßer Hund! Schade, dass du sie dann ja auch erst so spät kennenlernst.